Wangerooge im Nationalpark Wattenmeer

Wangerooge wurde im Jahre 1327 unter dem Namen "Wangeroch" erstmals urkundlich erwähnt. "Wanga" kommt aus dem Altgermanischen und bedeutet Wiese, Ebene, "och" veränderte sich weiter zu "oog" und "ooge" und weist auf das friesische Wort (Og) für Insel hin. Das "e" wurde übrigens angehängt, nachdem Wangeroog(e) von der Oldenburger Regierung 1885 zu einer politisch selbständigen Gemeinde erhoben wurde. Dies wollte man dokumentieren und sich von den anderen Inseln abgrenzen, da Wangerooge zwar geografisch zu den ostfriesischen Inseln gehört, politisch gesehen aber die einzige bewohnte friesische Insel ist.
Wie ihre sechs bewohnten "Schwesterinseln" hat sich die Insel aus einer Sandbank entwickelt. Meer und Wind halten den Sand immer in Bewegung. Über Jahrhunderte wurde er im Westen abgetragen und im Osten wieder angelandet, und so "wanderte" die Insel mit der Hauptströmungsrichtung langsam weiter nach Osten. Von 1650 bis 1850 verlagerte sich der Westteil der Insel um mindestens 2,5 km in östliche Richtung. Der Westturm war früher Mittelpunkt des alten Inseldorfes, das in der Silvesternacht 1854 untergegangen ist. Die Inselbewohner mussten wiederholt ihre Siedlung nach Osten verlegen. Heute ist der Westkopf der Insel ausreichend durch Küstenschutzbauwerke befestigt. Im Osten blieb die natürliche Dynamik erhalten und bietet deshalb ganz eigene landschaftliche Reize. Dort ist die Entwicklung vom Strand bis zu Dünenstadien verschiedenen Alters gut zu beobachten.

Am Punkt 9 befindet sich die Surfschule und der Surfstrand. Hier befinden wir uns in der "Erholungszone" (Schutzzone 3) und dürfen jeglichen Wassersport betreiben, welcher die natürlichen Elemente als Antrieb hat. In der Regel surfen die Windsurfer direkt am Surfstrand vor der Station. Im westlichen Buhnenfeld tummeln sich hingegen die Kiter. Platz ist ohne Ende vorhanden!

 

Am (!) Ausrufungszeichen befindet sich der Einstieg in das Wattenmeer. Hier befinden wir uns in der "Zwischenzone" (Schutzzone 2) und dürfen wieder die Elemente der Natur als Antrieb im Wassersport nutzen. Ausgenommen ist hier der Drachen oder auch Kite genannt. Begründung: Kiten oder Drachensteigen ist nicht erlaubt, da der fremdartige "Himmelskörper" brütende und rastende Vögel in Angst versetzt.

 

Im Watt, ist allgemein Abstand von den Stränden und Salzwiesen zu halten. Desweiteren bitten wir darum, ausschließlich über die Deich-Rampe das Wattenmeer zu betreten.

 

Weitere Informationen findet Ihr im Rosenhaus auf Wangerooge. Das “Rosenhaus” ist eine Informations- und Bildungseinrichtung des Nationalparkes “Niedersächsisches Wattenmeer” für die Gäste und Bewohner der Nordseeinsel Wangerooge.  Bei allen Angeboten steht das Naturerleben mit allen Sinnen im Vordergrund.  Im Nationalpark-Haus befinden sich Ausstellungen rund um das Thema Wattenmeer. Unsere Veranstaltungen richten sich an alle Besucher: z.B. Schulklassen, Freizeitgruppen, Familien mit Kindern, Menschen mit und ohne Behinderung. Das "Rosenhaus" ist ganzjährig geöffnet. Der Besuch des Hauses ist kostenlos. Wir freuen uns über eine Spende zur Unterstützung unserer Arbeit.